Compliance und Regulierung

Software zur Überwachung von persönlichen Mitarbeitergeschäften definiert

Eine Software zur Überwachung von Mitarbeitergeschäften bezeichnet digitale Lösungen, mit denen Unternehmen die Überwachung persönlicher Wertpapiertransaktionen von Mitarbeitern und Führungskräften effizienter gestalten können. Sie kommt vor allem in Unternehmen zum Einsatz, die strenge regulatorische Anforderungen einhalten müssen, insbesondere im Zusammenhang mit der Marktmissbrauchsverordnung (MMVO). Die Software ermöglicht es, Handelsgeschäfte zu unterbinden und abzuschrecken, die auf Insiderinformationen beruhen könnten, einen Interessenkonflikt darstellen oder auf andere Weise den Ruf des Unternehmens gefährden. Die Software protokolliert die persönlichen Handelsgeschäfte der betreffenden Personen und verschafft Compliance-Teams Einblick in potenziell problematische Transaktionen von Mitarbeitern, die gegen die interne Handelsrichtlinie des Unternehmens verstoßen.

Funktionen einer Software zur Überwachung von Mitarbeitergeschäften

Vorabgenehmigungsverfahren

Die Software sollte es Unternehmen ermöglichen, von Mitarbeitern die Teilnahme an einem Vorabgenehmigungsverfahren vor der Durchführung persönlicher Handelsgeschäfte zu verlangen. Das Unternehmen kann die Transaktion anschließend freigeben oder bei einem Compliance-Verstoß ablehnen.

Zentrale Erfassung und Nachverfolgung

Die Software dient als zentrale Anlaufstelle für alle Handelsgeschäfte eines Mitarbeiters. Indem Mitarbeiter verpflichtet werden, ihre persönlichen Handelsgeschäfte über die Software abzuwickeln, lassen sich deren Bestände einfacher nachverfolgen und mögliche Verstöße überwachen. So kann das Unternehmen die Positionen des Mitarbeiters nachvollziehen und bei Bedarf eingreifen, wenn eine zuvor unbedenkliche Transaktion aufgrund veränderter Umstände im Unternehmen gegen die interne Handelsrichtlinie verstößt. Beispiel: Eine Führungskraft hält umfangreiche Beteiligungen an einem Wettbewerber des Unternehmens.

Darüber hinaus kann die Software bei Führungskräften anzeigen, ob die Meldeschwelle für die Meldung von Eigengeschäften in Wertpapieren des eigenen Unternehmens an die Aufsichtsbehörde erreicht wurde.

Compliance-Warnmeldungen

Die Software generiert Warnmeldungen und Benachrichtigungen auf Basis Ihrer vordefinierten Regeln. So wird beispielsweise eine Führungskraft zu Beginn eines geschlossenen Zeitraums benachrichtigt, in dem ihr der Handel mit Wertpapieren des Unternehmens untersagt ist. Dies erinnert sie an ihre Pflichten und reduziert das Risiko nicht konformer persönlicher Handelsgeschäfte.

Vorteile einer Software zur Überwachung von Mitarbeitergeschäften

Regulatorische Vorschriften einhalten

Im Rahmen von Vorschriften wie der Marktmissbrauchsverordnung (MMVO) sind Unternehmen verpflichtet, die Möglichkeiten für Marktmissbrauch und Marktmanipulation durch Mitarbeiter zu minimieren.

Die Überwachung von Mitarbeitergeschäften kann Aktivitäten wie Insidergeschäfte und Eigengeschäfte von Führungskräften während geschlossener Zeiträume verhindern, die sowohl finanziell als auch für den Ruf des Unternehmens erhebliche Konsequenzen haben könnten.

Risiken minimieren

Das Verhaltensrisiko ist ein zentraler Aspekt für Unternehmen angesichts der möglichen negativen Folgen bei Nichteinhaltung der verschiedenen gesetzlichen Vorgaben. Durch die Integration einer Software zur Überwachung von Mitarbeitergeschäften in Ihre Arbeitsabläufe reduzieren Sie das Risiko rechtlicher, finanzieller und reputationsbezogener Schäden.

Erinnerungen

Wenn Sie Termine für geschlossene und offene Zeiträume festlegen, können Sie automatische Erinnerungen für Führungskräfte zu ihren Pflichten während dieser sensiblen Phase generieren. Ebenso können Sie Führungskräfte informieren, wenn sie die Meldeschwelle für die Meldung von Transaktionen in Finanzinstrumenten des eigenen Unternehmens an die zuständige nationale Aufsichtsbehörde erreicht oder überschritten haben.